Bestätigung der Kritik des Verbandes der Familienunternehmer an der unberechenbaren Betreuungssituation in Kitas und Schulen

Die Landesgruppe Baden-Württemberg unterstützt die E-Mail-Aktion der Landesgruppe #FamilieninderKrise Nordrhein-Westfalen.

Auch die Vertreter:innen der Initiative „Familien in der Krise“ Baden-Württemberg begrüßen die Aussagen des Präsidenten des Verbandes der Familienunternehmer Reinhold von Eben-Worlée, welcher Lösungen von Bund und Landesregierungen fordert, um die Betreuung schnellstmöglich wieder in verlässliche Bahnen zu lenken. Natürlich unter Gewährleistung
entsprechender Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für alle Beteiligten.

Einheitliche, verlässliche Regelungen für die Betreuung und Beschulung von Kindern, auch in einer Pandemie, sind für Familien und Unternehmen essenziell. “Vor diesem Hintergrund blicken wir mit großer Sorge auf die noch vor uns liegende Erkältungszeit im Herbst und Winter, so Uta Heber-Wenzel von der Initiative “Familien in der Krise” – Landesgruppe Nordrhein-Westfalen. Durch das Fehlen von gut ausgebildeten Müttern und Vätern werde sich sonst der Fachkräftemangel weiter verschärfen und auch ein vollständiges Hochfahren der Wirtschaft ist nicht ohne die zuverlässige Mitarbeit der Eltern möglich. Svenja Streich, Mitinitiatorin einer E-Mail-Aktion diesbezüglich, wendet sich deshalb auch an diverse Arbeitgeberverbände und kritisiert als Familienvertretung diesen Missstand ebenfalls. Sie wendet sich mit einem Appell an die Arbeitgeber: “Wir Eltern möchten Hand in Hand mit Ihnen gehen und die Wirtschaft und Produktivität in Deutschland gemeinsam wieder ankurbeln”. Doch hierfür ist eine verlässliche Kinderbetreuung und Beschulung unabdingbar.

Die Landesgruppe Baden-Württemberg hat aufgrund der ebenso in Baden-Württemberg vorhandenen gleichen Probleme beschlossen, sich der E-Mail-Aktion der Initiative “Familien in der Krise” – Landesgruppe Nordrhein-Westfalen anzuschließen.

Gerade im Industrieland Baden-Württemberg sind Unternehmer, Mütter, Väter und Familien ebenso wie in Nordrhein-Westfalen von den gleichen Problemen bezüglich der Verlässlichkeit in der Kinderbetreuung betroffen.

Das Wirtschaftsministerium schreibt auf seiner Webseite zur Industrieperspektive Baden-Württemberg 2025 folgendes:

„Baden-Württemberg ist der führende Industriestandort in Europa. Ein Drittel der Wertschöpfung des Landes entfällt auf die Industrie. Neben Weltkonzernen wie Bosch oder Daimler gibt es zahlreiche kleine und mittelständische „Hidden Champions“ verteilt über alle Regionen des Landes. Das ist ein herausragendes Merkmal von Baden-Württemberg. Weitere Wirtschaftsbereiche wie das Handwerk und Dienstleistungsunternehmen sind wichtige Partner.“

Hier zeigt sich auch, wie wichtig die Wirtschaft und die Unternehmen für unser Bundesland Baden-Württemberg sind – nicht nur für Familien, sondern auch für jede Bürgerin und jeden Bürger dieses Bundeslandes.

Es ist deshalb für die Vertreter:innen der Initiative #FamilienInDerKrise auch in der Landesgruppe Baden-Württemberg nicht nachvollziehbar, weshalb nach wie vor auch in diesem Bundesland grundlegende Regelungen im Bereich der Familienbetreuung nicht mehr
gegeben sind und warum keine Planungs- und Rechtssicherheit mehr für Mütter und Väter diesbezüglich gegeben ist.

Wie soll also diese unterstützenswerte Perspektive umgesetzt werden, wenn die aktuellen Umstände, unter denen Kita und Schule im Moment stattfinden, nur Flickwerk und keine Dauerlösung sind und dazu führen, dass wir als Eltern unsere arbeitsvertraglichen Pflichten nur unzureichend wahrnehmen können.

Die Initiative #FamilienInDerKrise – Landesgruppe Baden-Württemberg bittet deshalb auch die Lobby der Unternehmer und Arbeitgeber darum, ihren Einfluss und ihre Kontakte zu nutzen, um auf die Missstände bezüglich der nicht mehr verlässlichen Betreuungssituation hinzuweisen.

Auf diese sind aber alle Arbeitnehmer und Bediensteten mit Kindern angewiesen, um auch weiterhin mit vollem Einsatz dem Beruf nachgehen und am Erfolg der Unternehmen mitwirken zu können. Wir Eltern möchten Hand in Hand mit den Unternehmern und Arbeitgebern gehen und die Wirtschaft und Produktivität in Deutschland gemeinsam wieder anzukurbeln.

Weitere Informationen zur E-Mail-Aktion finden Sie auch in der beiliegenden Pressemitteilung der Initiative #FamilienInDerKrise – Landesgruppe Nordrhein-Westfalen. Dort findet sich auch
der Abdruck der E-Mail aus der E-Mail-Aktion im Volltext.