Zwar ist Hessen durchaus positiv und ohne offizielle MNB-Pflicht im Unterricht in das neueSchuljahr gestartet. Dennoch haben einige Schulen eigenmächtig das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung (MNB) im Klassenraum beschlossen und fordern – teilweise unter Androhung von Sanktionen – Schülerinnen zum Tragen einer MNB auf. Familien in der Krise (FidK) liegen zahlreiche Berichte von Eltern und Schülerinnen vor, welche teilserschreckende Zustände an hessischen Schulen aufzeigen.

Im Verlauf der ersten Schulwoche haben zahlreiche Städte, darunter Frankfurt, Darmstadt und Groß-Gerau, eine MNB-Pflicht für weiterführende Schulen, die Stadt Offenbach sogar für Grundschulen angeordnet. Eltern und Schülerinnen berichten von Gängelung, Mobbing, Angstkultur und Ausgrenzung.

„Es ist schockierend, welche Zustände sich in den letzten Tagen an hessischen Schulen entwickelt haben und was Kindern und Jugendlichen zugemutet wird“, sagt Diane Siegloch, Mitgründerin der Initiative Familien in der Krise. „Statt mit unverhältnismäßigem Aktionismus eine MNB-Pflicht an Schulen einzuführen, sollte man lieber den Stufenplan der DAKJ und anderen Fachgesellschaften zu Rate ziehen. Dort wird selbst bei Inzidenzen von über 50 keine MNB-Pflicht im Unterricht vorgeschlagen“, so Diane Siegloch weiter.

Ausgewogene Pädagogik scheint mancherorts einer autoritären Angstkultur gewichen zu sein. Die Androhung von Sanktionen bei Zuwiderhandlung gegen die MNB-Pflicht, Verbote des Trinkens im Unterricht oder auf dem Schulhof und Ausgrenzung von Schülerinnen, die mit Arzt-Attest oder gemäß Vorgaben der Landesregierung keine MNB tragen, summieren sich zu einem erschreckenden Bild. Diesen systematischen Missständen dürfen Kinder und Jugendliche keinesfalls länger ausgesetzt werden.

„Für den Schutz der Allgemeinheit werden alle Normen, die bis vor einigen Monaten verbindlich waren und die dem Schutz und der Sicherheit unserer Kinder dienen sollten, außer Kraft gesetzt. Die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen, ist zweifelslos richtig, aber die MNB-Pflicht im Unterricht und auf Schulhöfen definitiv nicht. Diese Maßnahme schadet denen am meisten, die am wenigsten für das Infektionsgeschehen verantwortlich sind.“ kritisiert auch Nora von Obstfelder, Mitgründerin von Familien in der Krise.

FidK fordert ein sofortiges Ende der MNB-Pflicht im Unterricht und auf Schulhöfen und die Entwicklung sinnvoller Konzepte, die dem Infektionsschutz Rechnung tragen und gleichzeitig
weder die psychische noch physische Gesundheit der Kinder gefährdet.

Im Folgenden finden Sie 31 Berichte von Eltern und Schüler*innen, die uns in der ersten Woche erreicht haben und die wir ungefiltert dokumentieren.

Die Namen der Schulen liegen uns vor. Zum Schutz der Betroffenen geben wir hier alle Fälle anonymisiert wieder. Die vollständige Pressemitteilung steht Ihnen am Ende des Textes auch als Download zur Verfügung.

  1. Realschule Wiesbaden, Bericht eines Sechstklässlers
    Drei Schüler werden nach Hause geschickt – Unterricht auf dem Schulhof
    “Heute sind drei Kinder aus meiner Klasse nach Hause geschickt worden. Zwei von denen haben die Maske nicht richtig aufgehabt, sondern unter der Nase. Der andere hat im Unterricht getrunken und
    dabei die Maske abgesetzt. Eine Lehrerin von uns hat so viel Angst, dass wir auf dem Schulhof Unterricht machen. Wir sitzen mit 4 Metern (!) Abstand einer vom anderen entfernt auf dem ganzen
    Schulhof verteilt. Und wir haben die Maske auf. Die Lehrerin hat gesagt, es wäre besser, wir würden noch mal Homeschooling machen.“
  2. Montessori-Schule Kreis Offenbach, 6.Lernjahr
    Kinder mit Attest werden isoliert, andere tragen trotz gesundheitlicher Folgen „freiwillig“ MNB.
    „Unsere Tochter hat ein Attest und müsste eigentlich keine Maske tragen, was wir der Schule per Mail mitteilten, nach dem der verschärfte Hygieneplan für den Schulanfang kam. Daraufhin kam die
    besorgniserregende Auskunft, dass man zusammen mit dem Lehrpersonal „individuelle Lösungen“ für die Attest-Kinder ausarbeiten würde. Diese Lösung sah dann wie folgt aus: Kinder mit Attest müssen von den Eltern im Schulsekretariat abgegeben werden, wo sie von den Lernbegleitern einzeln abgeholt werden. Mittags werden die Kinder dann ebenso einzeln ans Schultor gebracht. Auf
    die Toilette gibt es eine Begleitung. Zur Pause müssen die Attest-Kinder als letzte und allein gehen und als erste allein wieder in den Gruppenraum. In der Pause muss ein Abstand von 1,5m zu den
    Mitschülern eingehalten und Spiele wie Fangen dürfen nicht mitgespielt werden. Das mag alles noch machbar und harmlos klingen, aber für ein 11jähriges Kind sind diese Bedingungen ein Albtraum.
    Kinder sind soziale Wesen, die den Austausch brauchen und die sich zugehörig fühlen möchten. Sonderstellungen und diese Art von Aufmerksamkeit sind für die meisten ein Graus. Unsere Tochter brach in Tränen aus, als wir ihr ihren Schultag ohne Maske beschrieben. Schlussendlich ist sie eingeknickt und trägt nun die Maske, mit dem Ergebnis, dass sie jeden Tag mit Kopfschmerzen nach Hause kommt. Heute mussten sie eine Stunde in der Hitze herumstehen und sich für irgendetwas einteilen lassen, natürlich mit Maske.
    Es ist eine schreckliche Erfahrung für uns Eltern, so hilflos dabei zusehen zu müssen, wie die Rechte unserer Kinder auf diese Art und Weise mit Füßen getreten werden. Sie können sich nicht wehren, und wir können es nicht auch nicht, obwohl wir ihre Eltern sind. Hier läuft etwas sehr, sehr falsch.“
  3. Grundschule Landkreis Gießen
    Schüler mit Attest wird von Lehrern und Schulleitung gemobbt.
    „Hallo, hier eine emotionslose Schilderung, was gerade passiert ist. Aber es war sehr emotional. Ich wurde angeschrien, als „unverantwortlich“ bezeichnet, mein Sohn hat geweint, weint immer noch. Ich wollte meinen Sohn abholen: Ich wurde von der Lehrerin und der Betreuerin meines Sohnes aus dem Schulgebäude rausgeworfen, weil ich keine Maske getragen habe. Ich habe die beiden darauf hingewiesen, dass ich ein Attest habe. Sie haben darauf bestanden, dass ich das Gebäude verlasse, mit der Begründung, in den öffentlichen Räumen in Deutschland bestehe Maskenpflicht und sie hätten Hausrecht. Hintergrund: Ich bin in das Gebäude mit dem Ziel reingegangen, mit der Lehrerin meines Sohnes zu sprechen: Sie hat meinen Sohn während ihres Unterrichts nicht nach draußen gehen lassen, mit der Begründung, er würde ohne Maske die anderen Kinder anstecken können. (Mein Sohn hat auch ein Attest und davon wusste sie.) Und das hat sie vor der ganzen Klasse gesagt, alle haben zugehört. Das ist Mobbing, sie wollte meinen Sohn zum Aussätzigen machen. Neue Info vom Schulleiter, die er mündlich von der Schulamtsdirektorin bekommen haben soll: Kinder mit Attest (und auch Eltern mit Attest) müssen ab jetzt Faceschilder tragen. Eine gesetzliche Grundlage konnte er noch keine nennen. Gestern hieß laut Schulleiter die Anweisung noch: „Alle ohne Maske vom Schulgelände rausschmeißen.“
  1. Gymnasium Darmstadt, 7. Klasse
    Lehrer fordern Schüler auf, MNB im Unterricht zu tragen – keine MNB-Pausen.
    „Unsere Tochter hat sich sehr gefreut wieder zurück in die Schule zu gehen. Die Tage zuvor war sie sehr aufgeregt und man merkte einfach, wie sehr ihr die Schule gefehlt hat. Der Lockdown hat den
    Kindern seelisch wirklich zugesetzt, und obwohl wir uns diese Zeit so angenehm wie möglich gemacht haben, so ist die Institution Schule einfach etwas, das den Kindern Struktur und Halt, Sinn und Identität gibt. Im Moment schwebt die Tatsache, dass die Schule jedoch jederzeit wieder schließen kann, wie ein Damoklesschwert über den Kindern und Familien. Dies ist sehr bedrückend, denn selbst wenn es keinen kompletten Lockdown mehr geben sollte, so sind die ständigen
    Quarantäneaufenthalte nicht weniger einschneidend. Gerade bei Familien mit mehreren Kindern kann es vorkommen, dass ständig ein neues Kind in Quarantäne geschickt wird. Jedenfalls kam meine Tochter sehr ernüchtert nach Hause. Sie war traurig, dass sie so wenig Kontakt zu ihren Mitschülern haben durfte, und dass die Lehrer allen so ein schlechtes Gewissen mit dem MNS machten. Die Lehrer baten die Schüler*innen den MNS im Unterricht aufzulassen. Es erfordert
    großen Mut, sich gegen diese Bitte der Lehrer zu stellen. Also trug sie die Maske von der 1. bis zur 6. Stunde inklusive Pausen. Seitens der Lehrer gab es keine Aufforderung mal eine Maskenpause zu
    machen, was ja im Arbeitsschutz gang und gäbe ist. Nicht nur Bitten, sondern auch Aufforderungen, böse Blicke oder Ermahnungen werden ausgesprochen, wenn die Kinder die Masken mal abnehmen.
    Es bricht mir ehrlich gesagt das Herz, meine Tochter dort den ganzen Tag mit Maske sitzend zu wissen. Gegen Ende der Woche hat sich herausgestellt, dass 1-2 Lehrer selbst keine Maske tragen und da etwas gelassener sind. Meine Tochter kam nun zweimal mit Kopfschmerzen nach Hause. In der Nacht konnte sie nicht schlafen und lag bis 2 Uhr morgens wach. Ich kann mich nicht erinnern, dass das vorher schon vorkam. Manchmal frage ich mich, ob die Schule ihrem Bildungsauftrag unter diesen Umständen überhaupt noch gerecht werden kann. Denn alles, wovon Schule lebt, nämlich
    Beziehungen, Kommunikation, Gruppenarbeit, gemeinsame Erfahrungen… all das soll nicht stattfinden. Wir werden wohl erst in ein paar Jahren herausfinden, welche Auswirkungen dies auf die
    Psyche und Seele dieser Generation haben wird.“
  2. Grundschule Frankfurt, Einschulung 1. Klässler
    Direktor fordert Grundschüler bei der Einschulung zum MNB-Tragen im Unterricht auf.
    „Die Einschulung fand draußen im Hof nach Klassen getrennt statt. Keine Girlanden, keine Deko, keine Blumen, nur drei Bierbänke standen im Halbkreis für die Schüler*Innen. Und ein Tisch mit
    Kaffee und abgepackten Snacks. Wir mussten trotzdem alle MNB tragen. Dann bat uns der Schulleiter in seiner Rede, unseren Kindern das Tragen der MNB im Unterricht nahe zu legen. In den Gängen, auf dem ganzen Gelände ist es sowieso MNB-Pflicht. Im Unterricht nicht, meinte er. Er darf das ja nicht anweisen. Ein leider war zumindest unterschwellig zu hören! Ganz klar war das ein Wunsch, dass die Kinder im Unterricht auch den MNB tragen sollen. Und ganz klar war, hier geht es darum, eine Infektion so gut es geht zu vermeiden! Was ich verstehe. Aber bei Kindern unter 10 halte ich es für maßlos übertrieben. Dann bekamen wir drei Tage später ein Schreiben vom Schulleiter, dort steht es deutlich drin, “um eine erhöhte Sicherheit für ALLE zu gewährleisten wird das freiwillige Tragen der Masken grundsätzlich begrüßt. .. Bitte sprechen Sie hierüber mit Ihren Kindern.” OK, dann sage ich meinem Kind, weißt Du Liebes, alle Studien, die es bisher gibt, behaupten, von Kindern unter 10 Jahren geht keine relevante Ansteckungsgefahr aus, von Dir also auch nicht, aber was soll’s, trage doch die Maske im Unterricht auch. Also von 8:30 bis 12:00 durchgehend. … Ah, da fällt mir was ein, war da nicht sowas wie Maskenpause? Selbst in Berufen, wo das gang und gäbe ist, gibt es 30 Minütige Maskenpausen. Aber nicht für Kinder! Ja, mei, geht”s noch? Wir reden hier von Erstklässlern!“
  1. Grundschule Landkreis Limburg-Weilburg, Schüler 6 und 9 Jahre alt
    Kinder müssen einen Hygieneplan unterschreiben (Original liegt vor)
    Aus dem Formular, das den Schülern zum Unterschreiben vorgelegt wurde: Ich halte mich an die Regeln. Bei Missachtung muss ich abgeholt werden.
  2. Grundschule Frankfurt, Einschulung
    Aufforderung zum MNB-Tragen am Tag der Einschulung (Original liegt vor)
    Text aus Info-Paket für Eltern: Alle Kinder benötigen einen Mund-Nasen-Schutz, den sie in der Pause und in den Fluren tragen
    müssen. Es wäre wünschenswert, wenn die Kinder ihre Schutzmasken in der Klasse ebenfalls trügen.
  3. Gesamtschule Landkreis Darmstadt-Dieburg E-Mail einer Mutter
    MNB tragen im Schulhof, sobald sich Kinder bewegen.
    „Unsere Schule die JWS in Rossdorf hat keine Maskenpflicht im Unterricht und in der Klasse meiner Tochter wurde auch kein Druck auf freiwilliges Tragen gemacht. Im Schulhof, sobald sich die Kinder
    bewegen und Kindern anderer Klassen in Verbindung treten, muss Maske getragen werden. Das verdammt die Kinder jetzt eher dazu, sich wenig zu bewegen und in der Ecke sitzen zu bleiben. Ich
    finde das nicht sinnhaft und habe über den Elternbeirat nachfragen lassen, ob die Schule sich des MNS nicht mit einer Clusterung entbinden lassen kann. Eine Antwort hierzu habe ich nicht. Ich nehme an, dies ist auch nicht erste Prio bei der Schulleitung. Im Kontrast dazu ist die Schule eigentlich marode und ein Schulneubau oder Sanierung schon ewig in Diskussion. Die Fenster in dem Klassenraum meiner Tochter sind wieder mal nur tlw. intakt, lüften schwierig, da querlüften gar nicht geht.“
  1. Grundschule Wiesbaden 7-Jähriger Schülerin darf bei 33 Grad nichts trinken
    „Als ich heute um 14 Uhr meine Tochter von der Schule abholte, war die Klasse noch beim Mittagessen. Wegen der versetzten Mittagspausen essen die Kinder erst um 13:40 Uhr. Das ist schon ziemlich spät, wenn man bedenkt, dass das Frühstück ja schon um 7 Uhr stattfindet. Ich fragte sie darauf hin, wie es denn mit den Frühstückspausen aussieht und erfuhr: die Kinder dürfen in den 3 Pausen auf dem Schulhof weder essen noch trinken. Auf dem Schulhof müssen sie Masken tragen, obwohl die Klassen in verschiedene Bereiche getrennt sind. Meine Tochter hatte in einer der Pausen großen Durst und wollte ins Gebäude gehen, um ihre Trinkflasche zu holen. Daraufhin wurde sie von der Pausenaufsicht „angemotzt“, sie dürfe jetzt nichts trinken. Sie solle sofort wieder in ihren Bereich zurück gehen – bei 33 Grad im Schatten! Ich bin fassungslos!“
  2. Gesamtschule Landkreis Darmstadt-Dieburg
    Strenge MNB-Pflicht im Unterricht, Schülerin hat Angst vor Ärger
    „In unserer Schule gibt es auch Maskenpflicht im Unterricht. Die Lehrer bestehen streng darauf, dass die Schüler die Masken während des Unterrichts Tragen und falls jemand die Maske absetzt, wird
    derjenige sofort hingewiesen, die Maske wieder aufzusetzen. Was ich auch nicht verstehe ist, dass wir 15 Minuten Frühstückspause machen, wo alle Schüler die Maske absetzen, aber es trotzdem die restliche Zeit so strenge Maskenpflicht herrscht. Außerdem tragen wir den ganzen Sportunterricht und in den Umkleiden keine Masken. Aus Protest haben Schüler einer 10. Klasse die Masken im Unterricht nicht getragen. Ich möchte gerne anonym bleiben, da ich keinen Ärger in der Schule bekommen möchte.“
  3. Grundschule Landkreis Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz)
    Schülerin sitzt in der Betreuung alleine am Tisch, Eltern sollen Tablet mitgeben
    „Meine Tochter ist jetzt in die 3. Klasse gekommen, sie hat die Schule und vor allem die Nachmittagsbetreuung geliebt, bis Corona kam. Die hat sich so sehr auf die Schule gefreut und im Moment möchte sie nicht mehr hin. In der Betreuung sitzt sie alleine an ihrem Tisch, sie darf mit niemandem spielen und muss sich selbst beschäftigen. Wir wurden dazu angehalten ihr ein Tablet oder Handy mitzugebe. Aus Angst vor Vermischung gehen die Kinder in der Betreuung nicht raus. Das ist eine einzige Katastrophe!!!“
  4. Grundschule Hochtaunuskreis
    Durchgehend MNB-Pflicht im Hort, keine außerordentliche Kündigung möglich
    „Mein Sohn (7) ist gestern mit nur einem Elternteil eingeschult worden. Mehr war durch die Leitung
    nicht erlaubt. Weil diese die 3 qm Regel (eigentlich nur beim Einkaufen in HE anwendbar) als
    Maßstab nutzte. Gespräche & Emails seitens der Eltern haben nichts genutzt. Für den Hort, der sich
    unter dem Dach der Schule befindet, besteht durchgehend Maskenpflicht außer beim Essen.
    Ansonsten auch draußen auf dem Schulhof und auch auf dem Spielplatz. Ich habe deswegen die
    Kündigung ausgesprochen. Es wurde mir mitgeteilt, dass ich erst zum 31.1.21 kündigen könne. So nimmt man mir die Chance, mich um eine private Betreuung zu kümmern. Die ich eigentlich brauche, da ich alleinerziehend mit 3 Kindern bin und Vollzeit arbeiten muss. Es ist einfach schrecklich.“
  1. Grundschule Rheingau-Taunus-Kreis
    MNB auf dem Schulhof, Ermahnungen beim kurzen Abziehen zum Durchatmen
    „Was wir nicht nachvollziehen können, ist, dass alle Kinder die Masken draußen wieder anziehen müssen. In den Pausen und in der anschließenden Betreuung. Wir müssen durch das letzte krasse halbe Jahr einfach „Zeit“ aufholen und die Kinder bis 16 Uhr betreuen lassen. Das heißt aber auch, dass sie im Zweifel theoretisch 4 Stunden am Stück die Masken tragen müssten. Drinnen wie draußen. Ohne Pause. Beide bekommen mit den Masken kaum Luft und wenn sie sie beim Spielen draußen kurz abziehen, um durchzuatmen, werden sie ermahnt.
    Das kann und darf nicht sein! Es muss für den Außenbereich eine andere Lösung geben. Erwachsene sitzen sogar im Innenbereich von Restaurants ohne Maske, Biergärten sind voller Menschen, aber
    unsere Kinder müssen Masken im Außenbereich tragen.“
  2. Integrierte Gesamtschule Main-Taunus-Kreis, 8. Klasse
    MNB-Pflicht überall, Essen und Trinken nur nach mehrmaligem Fragen
    „Seit Beginn des neuen Schuljahres Maskenpflicht überall auch im festen Klassenverband im
    Unterricht. Die Kinder dürfen weder essen noch trinken, erst nach mehrfachem freundlichen
    Nachfragen beim Lehrer. Dies führt dazu, dass die Kinder für diese Jahreszeit und diese
    Temperaturen viel zu wenig trinken!“
  3. Gesamtschule Main-Taunus-Kreis
    MNB-Pflicht im Unterricht, auch beim Trinken Maske nicht abnehmen
    „Seit Beginn des Schuljahres Maskenpflicht auch im Klassenverband im Unterricht. Hier wird es mit
    dem Trinken nicht ganz so eng gesehen, allerdings darf auch hier die Maske dabei nicht
    abgenommen werden. Essen ist nicht erlaubt!“
  4. Kooperative Gesamtschule Main-Taunus-Kreis
    MNB-Pflicht im Unterricht, ansonsten Ausschluss vom Unterricht
    „Nach Bekanntwerden eines Corona-Falls, der lediglich 2 Stunden an der Schule war, hat das Gesundheitsamt beschlossen, die gesamte Klasse in Quarantäne zu schicken. Aufgrund einiger Eltern
    hat sich die Schulleitung (eigene Worte: unter Bedauern) dazu durchgerungen, die Maskenpflicht auch auf den Unterricht im Klassenverband auszudehnen. Wer sich nicht an die Schulordnung hält, unter die auch die neue Maskenpflicht im Präsenzunterricht zählt, bekommt eine gelbe Karte und/oder wird vom Unterricht ausgeschlossen.“
  1. Weiterführende Schule Main-Kinzig-Kreis, 6. Klasse
    Kind bekommt schwer Luft, Schwindel, will nicht mehr zur Schule gehen
    „In der Schule meiner Tochter wird überall MNS getragen außer im Unterricht. Sie ist genervt, fragt mich ob sie Homeschooling oder Online mitmachen kann. Sie sagt sie bekommt oft schwer Luft, ihr
    ist schwindlig, sich lange mit Freunden in der Pause zu unterhalten unterlässt nun fast ganz, sagt sie, weil es zu anstrengend mit der Maske ist. Ab und zu schicken die Lehrer sie raus aus dem
    Klassenraum (in dem sie keinen MNS tragen) um auf dem Schulhof frische Luft zu schnappen (mit MNS). Sie sagt selbst wie lächerlich sie das findet. Sie würde dann lieber in der Klasse bleiben um
    den MNS nicht anziehen zu müssen. Heute ist sie wieder mit dem überfüllten Bus nach Hause gefahren und erzählte mir danach, das der Busfahrer mehrmals ins Mikro geschrien hat, alle sollen
    ihren MNS richtig aufsetzen sonst schaltet er Klima und Lüftung aus (bei 25Grad außen Temperatur, im überfüllten Bus), was er dann auch getan hat, ihr wurde nach einer Weile schwindlig und übel.
    Habe direkt eine Beschwerde bei der Busgesellschaft eingereicht, werde das auch an die Schule so weitergeben und ab sofort selbst meine Tochter abholen. Sie hofft, dass das alles schnell wieder
    vorbei ist, will gar nicht mehr zur Schule gehen.
  2. Grundschule Main-Kinzig-Kreis, 4. Klasse
    MNB-Pflicht auf dem Schulhof, Schwindel, Atemnot, Zurechtweisungen „In seiner Schule wird es genauso gehandhabt wie bei meiner Tochter. Überall MNS außer im Klassenraum. Er spielt in der Pause gerne Fußball oder auf dem Spielplatz, im Moment sagt er, macht er fast gar nichts in der Pause, weil es mit MNS einfach viel zu anstrengend ist, er nach ein paar Minuten keine Luft mehr bekommt und ihm schwindelig wird. Er würde sich in der Pause gerne
    wieder mit seinen Freunden auspowern, rennen, Fußball, fangen, spielen. Aber er und seine Freunde lassen das lieber. Heute ist er voller Freude zum Fußballtraining in seinen Verein, mit seinen
    Freunden gegangen, weil er dort ja keinen MNS tragen muss. Er geht nicht mehr gern zur Schule, würde lieber wieder Homeschooling machen und sich nur noch privat mit seinen Freunden treffen.
    Gestern konnte mein Sohn die Einschulung der neuen Erstklässler an seiner Schule kurz beobachten, seine Cousine war auch dabei. Er fand es sehr schade das sie nur mit Mama und Papa kommen durften und nicht wie bei ihm damals mit Oma, Opa Familie und Freunde und dass die Kleinen nicht wie sonst mit einem Programm von den Älteren begrüßt werden konnten und fragte mich, ob das wirklich richtig ist, dass auch schon die Kleinen an seiner Schule eine Maske tragen müssen.
    Beide Kinder sagen, sobald einer in der Pause auch nur kurz an seiner Maske zieht oder sie von der Nase nimmt, um frische Luft zu schnappen, werden sie in einem unfreundlichen Ton sofort
    zurechtgewiesen.“
  3. Gymnasium Kreis Limburg-Weilburg, 8. Klasse
    Erst „Pflicht“, dann „dringende Empfehlung“
    „Maskenpflicht für die ersten zwei Wochen auch im Unterricht. Begründung der Schule: wegen Reiserückkehrer. Und so läuft es:
  • Weg zur Schule in Gruppen ohne Maske und Abstand (dies habe ich selbst heute beobachtet).
  • Zudem scheint es nicht geregelt hinsichtlich öffentlicher Verkehrsmittel, denn es herrscht Stau
    und das völlige Verkehrschaos, weil viele Eltern ihre Kinder bringen.
  • Keine Maske im Sportunterricht in der Halle und ohne Abstand. Auch keinen Abstand oder Maske danach in der engen Umkleidekabine.
  • Maske auf dem Schulhof nur, wenn die Aufsichtsperson in der Nähe.
  • Lehrkraft ohne Maske.
  • Kinder müssen auch mit Maske sprechen.
  • Klassenräume werden nur noch selten gelüftet.

Der Sinn einer Mundnasebedeckung erschließt sich demnach weder mir noch meinem Kind, wenn im Sport alles aufgehoben ist, aber im Unterricht soll die MNB aufgesetzt werden. Auch ein Thema: Pausenbrote. Sie dürfen nur Essen im großen Pausenhof nicht in der Klasse. Wie sollen so die Hygieneregeln
eingehalten werden können, wie Hände vorher waschen und desinfizieren. Ich hätte nach 6 Wochen Pause eine bessere Umsetzung erwartet und vielleicht sogar die Anmietung von zusätzlich Räumen,
um in kleinen Gruppen zu unterrichten.
„In der Schule meines Kindes hat sich die Situation wieder geändert. Es wird jetzt auf der Website wie auch im Schreiben seitens des Klassenlehrers nur noch davon gesprochen, dass die Maskenpflicht im Unterricht „dringend empfohlen“ wird. Woraufhin gestern ein Schüler die Maske
im Unterricht abnahm und weitere folgten. Wie ich auch jetzt erfahren habe, gibt es in den Räumen keine Waschbecken mehr nach Modernisierungsarbeiten. Ich nehme an, dass dies der Grund ist
warum in den Klassenräumen nicht gegessen werden darf.“

  1. Gymnasium Darmstadt, 5. Klasse
    „freiwillige“ MNB-Pflicht im Unterricht, Lehrer ohne Maske
    „Meine Tochter geht in Darmstadt in die 5. Klasse. Das Tragen von Masken ist „freiwillig“, aber wer schert mit 10 Jahren im Klassenverband schon aus? Immerhin findet sie es nicht mehr so schlimm, redet sogar von mehr Sicherheit. Wie sicher und effektiv sind Masken, wenn sie 6 Stunden getragen werden? Sie fasst die Maske viel mit den Händen an, auch wenn ich es schon oft erklärt habe, dass sie das genau nicht machen soll. Nicht alle Lehrer tragen eine, was den Unterricht verständlicher macht, aber logisch ist das nicht. Manchmal gehen sie während der Schulstunde alle zusammen auf den Hof Luft schnappen. Das finde ich zwar gut aus medizinischer
    Sicht, aber wieviel Schule hat sie dann noch? Helfen durchfeuchtete Masken oder wäre es nicht viel besser, wenn nicht von vornerein 30 Kinder in einer Klasse wären? Kleinere Klassen wären nicht nur
    während Corona sehr zu begrüßen, aber dafür scheint das Geld offenbar nicht zu reichen.“
  2. Grundschule Darmstadt, 3. Klasse
    MNB-Pflicht auf dem Schulhof, wird im Geheimen abgenommen
    „Das ist soweit ok, aber im Hort müssen sie auch auf dem Hof dauernd Maske tragen, was er und die anderen Kinder ziemlich unangenehm und hinderlich finden beim Spielen. Nur wenn er sich von den
    anderen absondert, kann er die Maske ausziehen, was er dann auch macht. Will ich sowas?!
    Mein Eindruck ist, vieles geht, nur bei den Kindern nicht.“
  3. Gesamtschule Wiesbaden, 9. und 6. Klasse
    MNB-Bitte im Unterricht, Ermahnungen auf dem Schulhof trotz Kohortierung
    „Zitat Schulleitung, Mail zum Schulstart:
    Wir haben heute in unserer Besprechung des Kollegiums zum Schuljahresbeginn über das Tragen
    von Mund-Nasen-Bedeckungen beraten und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Kollegium und Schulleitung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht, insbesondere in höheren Jahrgängen, empfehlen. Sollte eine Lehrkraft die Lerngruppe bitten, die Maske während des Unterrichts aufzubehalten, so bitten wir dringend darum, dieser Bitte Folge zu leisten. Die Klassenlehrerin aus der 9. Klasse hat die Jugendlichen folglich darauf hingewiesen, dass diese „ohne Diskussion“ die MNB anlegen sollen, wenn sie im Unterricht darum gebeten werden, was in Religion und Mathe der Fall ist. Mein Sohn geht in die 6. Klasse und spürt deutlich die Anspannung, die in der gesamten Schule herrscht. Im Englischunterricht sollen die Schüler*innen die MNB bitte tragen – bei der Vermittlung einer Fremdsprache? Er fühlt sich besonders in den Pausen beobachtet und kontrolliert. Sie werden oft ermahnt, im Freien Abstand zu halten, sagt er. Das verstehe er nicht, da er ja schon MNB tragen müsse, zumal er mit den Jungs aus seinem Klassenverband unterwegs sei. Wer sich allgemein nicht benehme, solle zur Strafe den Hygieneregeln abschreiben – so erzählte mein Sohn. Wobei an der Schule die Pausenzeiten schon differenziert im Sinne der Kohorten stattfinden: nur ein Jahrgang darf sich jeweils in einem zugewiesenen Bereich auf dem Schulhof aufhalten – wo sich insgesamt maximal drei Jahrgänge zu gleichen Zeit befinden, aber eben räumlich getrennt (wegen dieser Staffelung entfällt eine große Pause für alle). Und obwohl dann in der Pause je ein Jahrgang unter sich bleibt, heißt es Maskenpflicht und Abstand halten. Das hat meine Sohn nach zwei Tage so gestresst, dass er am dritten Schultag morgens mit Bauchweh aufgewacht ist. Er war verunsichert und hat geweint. Wenn er nun einen Magen-Darm-Infekt habe und zur Schule ginge, könne er ja andere anstecken. Er blieb an dem Tag zu Hause. Abends sagte er dann selbst, dass er wohl Bauchweh wegen Corona und der Maskenpflicht hatte. Meine Tochter hingegen kam am Ende der ersten Schulwoche relativ entspannt aus der Schule, denn drei ihrer Lehrer nähmen es mit den Masken nicht so genau. Die Strenge der ersten Tage lasse allgemein nach. Eine Lehrerin auf dem Pausenhof, von der sie zum korrekten Tragen der MNB ermahnt wurde, fügte hinzu: Ich finde es auch nicht richtig, dass ihr sie tragen müsst. Eure Eltern sollen Rabatz machen, damit sich das bald ändert.“
  1. Gesamtschule Kreis Groß-Gerau
    2 Klassen in Quarantäne nach Hochzeitsfeier mit 300 Personen
    „Es ging am Anfang der Woche ein Schreiben an die Eltern, dass Masken in der Bertha getragen werden müssen. Ich habe nur gehört, dass das Atmen nicht so gut bei den hohen Temperaturen ist.
    Nun wurde dies von der Stadt gepostet:
    https://www.moerfelden-walldorf.de/de/aktuelles/presse/2020/august/hochzeitsfeier-sorgt-fueranstieg-
    der-corona-zahlen/
  2. Grundschule Wiesbaden, 2. und 4. Klasse
    Durchdachtes Konzept und zufriedene Kinder
    „Ich muss sagen, dass wir mit den ersten Schultagen sehr zufrieden sind. Jede Jahrgangsstufe hat ein eigenes Stockwerk erhalten, die Pausen finden innerhalb der Jahrgangsstufen statt, die Jahrgänge
    kommen morgens 15 Minuten versetzt in die Schule da allen Kindern täglich kontaktlos Fieber gemessen wird. Es gibt für alle Schüler*innen einen Eingang und einen separaten Ausgang, innerhalb der Flure gilt ein Einbahnstraßen System. Das Mittagessen und die Nachmittagsbetreuung finden ebenfalls getrennt nach Jahrgängen statt. Masken werden beim Eintreten in die Schule, auf den Fluren und auf dem Schulhof getragen. Während des Unterrichts gibt es keine Maskenpflicht. Wir sind mit der Organisation und der Vorgehensweise unserer Grundschule sehr zufrieden und geben unsere Kinder jeden Morgen mit einem guten Gefühl in die Schule.“
  1. Gesamtschule Frankfurt
    MNB-Pflicht im Unterricht und überall im Gegensatz zu Freizeitaktivitäten
    „MNB im Unterricht und sonst auch überall. Meine beiden Kinder (8. und 9. Klasse) finden es ganz blöd. Mein Sohn geht in die hinterste Ecke vom Schulhof mit seinen Freunden und dort ziehen sie die Masken aus. Hockey wird auch wieder ganz normal gespielt, sogar wieder Turniermodus, also gegen fremde Kinder mit Körperkontakt und allem Drum und Dran, jeden Sonntag ein anderer Gegner. Auf dem Reiterhof meiner Tochter keine MNB Pflicht mehr, die Kinder dürfen ihre Pferde wieder selber putzen und wir als Eltern dürfen auch wieder aufs Gelände, so wie früher.“
  2. Grundschule Frankfurt, 4. Klasse
    Fußballspielen mit MNB auf dem Schulhof, finanzieller Aufwand bei 3 Kindern
    „Mein Sohn war mit seiner Schulklasse auf dem Bolzplatz und sie mussten beim Fußballspielen einen MNS tragen. Mein Sohn liebt Fußball und die Leidenschaft hat am Ende gesiegt und er hat mit Maske gespielt, fand es aber sehr anstrengend. Ich möchte an der Stelle noch auf den finanziellen Aspekt hinweisen: Wir sollen den Kindern auch mehrere Masken pro Tag mitgeben, da die Kinder auf dem Schulhof auch nur mit Maske toben/spielen dürfen und sie dementsprechend durchnässt sind und gewechselt werden müssen. Wir haben drei Kinder und wenn ich mir ausrechne, wieviel Geld wir in einem Monat für Masken ausgeben müssen, dann bin ich entsetzt. Klar kann ich auch die waschbaren Stoffmasken besorgen, aber damit bekommen die Kinder noch schlechter Luft und das möchte ich Ihnen nicht zumuten. Wenn es so wichtig ist, dass Masken getragen werden, dann müssen Masken zur Verfügung gestellt werden, gerade für Familien, bei denen das Geld sowieso
    knapp ist.“
  3. Gymnasium Darmstadt, 6. Klasse
    Aufforderung zum „freiwilligen“ MNB-Tragen durch Lehrer
    „In Darmstadt haben sich die Schulen zusammengeschlossen und setzen eine „freiwillige“ Maskenpflicht um. Die Klassenlehrerin hat die Kinder deutlich gebeten Masken zu tragen, kein anderer Lehrer hat dann dazu noch etwas gesagt. Dies löst in der 6. Klasse das aus, was Lehrer wohl offensichtlich fordern: Maskentragen. Laut den Schilderungen meiner Tochter gibt es wohl auch kaum Abweichler. Dass eine Lehrerin darum bittet Masken zu tragen, werte ich als Imperativ vor einer 6. Klasse. Dieser steht ihr so nicht zu, ist aber ein Element, was Nötigung als Vorwurf erschwert.
    Mein Mailverkehr war eher fruchtlos, auf eine Rückmeldung des Elternbeirates warte ich noch. Aufgrund der schon längeren Antwortzeit erhoffe ich mir nichts.
    Formal hat es am Dienstag eine Lautsprecherdurchsage in der Schule gegeben, welche auch auf die Freiwilligkeit hinweist, aber die nachdrückliche Empfehlung bekräftigt. Das ist alles nicht freiwillig. Am Kreis Darmstadt Dieburg gibt es wohl tatsächliche Freiwilligkeit, zumindest an der Hessenwaldschule bei Erzhausen/Weiterstadt.“
  1. Grundschule Mühltal
    Kind hat Angst andere anzustecken
    „Eigentlich hat unsere Grundschule keine Maskenpflicht im Unterricht und im Pausenhof, und dennoch: den Kindern wird aus meiner Sicht Angst gemacht, so dass sie sie im vorauseilenden Gehorsam tragen. Gestern wurde ich von einem wildfremden Mädchen auf dem Schulweg angesprochen, das meinte, man müsse doch auch auf dem Schulweg Maske tragen!
    Zu den psychischen Folgen für meine Tochter kann ich nach vier Tagen Schule schon folgendes sagen: aus einem fröhlichen Mädchen ist nun ein Kind geworden, dass Angst davor hat, andere Menschen anzustecken! Sieht so verantwortungsvoller Umgang mit Masken aus? Wieso wird in den Schulen den Kindern so undifferenziert Angst gemacht? Ich möchte nicht, dass meine Tochter denkt, sie sei eine Gefahr für andere! Doch leider ist das Kind nun in den Brunnen gefallen. Um weiteren Schaden für unsere Kinder abzuwenden, ist die Maskenpflicht in Schulen komplett abzuschaffen!
    Wie das gehen kann, zeigt eine Schule in Homberg.“
  2. Grundschule Darmstadt, 2. Klasse
    MNB auf dem Schulhof trotz gleichbleibender Kohorte
    “Unser Sohn geht in die 2. Klasse der XXX-Schule in Darmstadt. Die Schule hält sich an die Empfehlungen des HKM und die Kinder scheinen es gar nicht so schwer zu nehmen wie wir Eltern. Dennoch finde ich, dass besonders Grundschulen technische (z.B. funktionierende Fenster) und organisatorische Maßnahmen (versetzte Pausen) immer den persönlichen Maßnahmen (MNS) vorziehen sollten! Ich werde dem Direktor diesbezüglich auch noch mal schreiben. Die Maßnahme, dass die kleinen Grundschüler gerade dann eine Maske tragen müssen, wenn sie sich draußen befinden und frische Luft schnappen können (früher hieß es zumindest immer das sei wichtig…,) ist für mich völlig absurd! Zumal die Klassen eigentlich versuchen als Kohorte in den Pausen zusammenzubleiben. Im Klassenzimmer ohne Mundschutz, draußen dann mit Mundschutz. Trotz gleichbleibender Zusammensetzung. Ich nehme an, dass der Direktor eingeschüchtert ist von den ängstlichen Eltern und traut sich nicht, diese Pflicht aufzuheben.
    Außerdem sind Grundschüler in den Pausen oft so aktiv, dass es zu Sauerstoffmangel unter der Maske kommen kann. Im Sportunterricht werden die Masken ja auch nicht aufgezogen. Die Schüler*innen spielen fangen, verstecken, Fußball, Tischtennis… Die rennen und spielen und sind in Bewegung! An der frischen Luft! Wie viele Ansteckungen fanden tatsächlich an der frischen Luft statt? Eine Studie (leider keine Quelle mehr) aus China besagte genau 1 Fall von ca. 300 Getesteten.
    Mir fehlt die Aufklärung der Eltern seitens des HKM oder seitens der Schule, oder auch der Regierung, was diese Masken letztendlich auch für Gefahren physischer, psychischer und seelischer Natur mit sich bringen. Wenn eine „Kosten-Nutzen-Analyse“ diesbezüglich offen kommuniziert werden würde, würden sich vielleicht auch mehr Eltern gegen einen Mundschutz aussprechen. Mir ist es jedenfalls unbegreiflich wie man den Kindern das zumuten kann. Es grenzt für mich an
    Körperverletzung!“
  3. Realschule Wiesbaden, Schreiben der Schulleitung
    Eltern sollen Kinder anhalten auch in der Pause nicht zu toben, Sanktionen bei Verstößen
    „Zitat aus dem Schreiben der Schulleitung:
    Besprechen Sie mit Ihrem Kind bitte nochmals den Punkt „Abstand halten“. Auch wenn die Kinder Pause haben, bedeutet das nicht, dass sie in den Pausen toben und sich berühren dürfen. Ich werde Sie anschreiben, falls ihr Kind diese Dinge nicht beachtet. Ich weiß natürlich, dass es nicht leicht ist besonders in diesem Alter darauf zu achten, aber wir müssen das leider konsequent umsetzen. Bei mehrmaligen Verstößen oder absichtlichem Verstoß werden wir die Betroffenen nach Hause schicken.“
  1. Gymnasium Schwalbach Main-Taunus-Kreis
    MNB-Pflicht im Unterricht
    „Unsere Schule xxx hat uns gerade geschrieben, dass es eine Maskenpflicht im Unterricht gibt. Die Schulleitung kann das wohl entscheiden.“

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Diane Siegloch
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Nora von Obstfelder
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