Bereits vor der Minister:innenkonferenz mit der Bundeskanzlerin sind mögliche Maßnahmen aus der Beschlussfassung bekannt, unter anderem der Unterricht im Wechselbetrieb und die Maskenpflicht für Schüler:innen aller Jahrgänge im Unterricht. Nun wurde bekannt, dass an Schulen vorerst keine weiteren Einschränkungen vorgenommen werden sollen. Die Initiativen “Familien in der Krise” und “Kinder brauchen Kinder” begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich. “Da das Recht der Kinder auf Bildung elementar ist und Schulen gleichzeitig keine wesentliche Rolle im Infektionsgeschehen spielen, ist diese Entscheidung absolut richtig.” meint Heike Riedmann, von Familien in der Krise. „Auf Kindern und Jugendlichen und deren Familien liegt eine Hauptlast der Pandemie, obwohl sie selbst keine große Gefahr haben zu erkranken.“

„Die Verunsicherung in den Familien ist riesig, wenn jeden Tag neu über Schulschließungen und Wechselbetrieb, also de facto eine Teilschliessung diskutiert wird“, ergänzt Stephanie Schläfer von Kinder brauchen Kinder. “Schulen sind nicht nur Orte der Bildung, sondern auch für die soziale und emotionale Entwicklung essentiell. Es ist dringend notwendig, dass die Kultusministerien nicht zwanghaft mittels AHA+L als alleinige Maßnahmen am bisherigen Status Quo an Schulen festhalten. Wir brauchen flexible Lösungen, die vollen Präsenzunterricht für alle Kinder bei gleichzeitigem, kindgerechten Infektionsschutz möglich machen. Weitere Bildungslücken, eine steigende Chancenungerechtigkeit und eine extreme Belastung aller Familien, die beim Wechsel in den „Hybridunterricht“ vorprogrammiert wären, dürfen wir uns als Gesellschaft für unsere Kinder nicht leisten.“