Unser offener Brief zu den Regelungen in den Kitas in Hessen

Rund um die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 5. Januar 2021 fiel häufiger die Aussage, Kinder und Familien müssten ihren Beitrag leisten. Familien in der Krise Hessen findet: Kinder leisten bereits ihren Beitrag. Der hessische Weg, einen Appell an Eltern zu richten, ihre Kinder wenn möglich nicht und nur nach eigener Abwägung in die Kita zu schicken, wirkt zunächst moderat. Und in der Tat trifft Kinder und Familien dieses Vorgehen längst nicht so hart, wie es ein Betretungsverbot täte. Der Appell-Charakter hat aber Schattenseiten. Denn vielerorts verlangen Kitas bzw. Träger in Hessen eben doch Begründungen, wenn Eltern ihre Kinder in die frühkindlichen Bildungsstätten bringen. Der Konflikt wird auf die Ebene der Einrichtungen verlagert.

Familien in der Krise Hessen hat sich mit einem offenen Brief an Spitzenpolitiker in Hessens kreisfreien und Sonderstatusstädte sowie die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände gewendet. Ein Prioritätenwechsel ist fällig. Während die Todesfälle an Covid-19 weiter dramatisch hoch sind, konzentriert sich die politische Diskussion auf zum Beispiel Kindertagesstätten. Nötig wäre es, obligatorische Eindämmungsmaßnahmen in der Arbeitswelt zu lancieren und den Schutz der Menschen mit hohen Risiken an Hochrisikoorten wie Seniorenheimen endlich wirksam auszugestalten.

Anbei unser offener Brief, den wir an zahlreiche Kommunalpolitiker in Hessen verschickt haben.

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