Die Forderungen für Hamburg lauten:

  • Kurzfristige Bereitstellung finanzieller Mittel für Erhöhung des Infektionsschutzes an Bildungseinrichtungen z.B. durch Schnelltests.
  • Hygiene- und Personalkonzepte für Kitas und Schulen, um eine durchgängige Betreuung auch bei Rückkehr des Virus zu gewährleisten.
  • Verkürzung der Quarantänezeit auf 5 Tage mit der Möglichkeit sich freizutesten.
  • Ab sofort einheitliche Kommunikation an Schulleitungen und Familien, was “Aussetzung der Präsenzpflicht” bedeuten soll. Fernunterricht braucht eine klare Qualitätsrichtlinie. Arbeitsblätter kopieren ist kein Fernunterricht!
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen Behörden und Bildungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen und Familien.
  • Ab 15. Februar Präsenzunterricht für Grundschüler, weil er “sowohl zur Erfüllung des Bildungsauftrages als auch unter psychosozialen Gesichtspunkten das Beste für Kinder und Jugendliche ist”
    (Aus der aktuellen Stellungnahme der DAKJ: https://www.dakj.de/pressemitteilungen/gemeinsamer-appell-von-kinder-und-jugendaerzt-inn-en-und-lehrkraeften/
  • Schulöffnungen und Schulschließungen sollten auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen geregelt werden und sich nach den Inzidenzwerten eines Landkreises richten.
  • Ab 15. Februar verantwortungsvolle Öffnung der Kitas nicht nur für Eltern mit systemrelevanten Berufen
  • Ab 15. Februar: Hybridunterricht für Mittel- und Oberstufe. Mit versetztem Unterrichtsbeginn, entzerrtem Nahverkehr auf dem Weg zur Schule, kleineren Gruppen, zusätzlichem Personal wie z. B. Lehramtsstudenten*innen
  • Konkrete Vorgaben und realistische Ideen zur Umsetzung der Digitalisierung in den Schulen. Und deren Kontrolle, um eine einheitliche Ausstattung zu gewährleisten.
  • Einheitliche und verpflichtende Weiterbildung der Lehrer*innen in Sachen digitales Unterrichten: es herrscht ein eklatanter Mangel an methodischem und didaktischem Wissen, um online zu lehren.
  • Runde Tische mit Politiker*innen, Lehrern*innen, Schulleiter*innen, Eltern, Experten*innen für Gesundheit von Kindern, Kinderschutz und Kinderrechten und Digitalisierungsexperten*innen. Dialog statt Nicht-Kommunkation!

Wir erwarten, dass unsere gewählten Volksvertreter*innen im Februar vorbereitet sind und endlich die Interessen unserer Kinder vertreten! Eine erneute großflächige Schließung von Kitas und Schulen ist keine Option!

      Der Infektionsschutz an Schulen könnte folgendermaßen aussehen: 

      • Luftfilter, die fachgerecht und unter Berücksichtigung der besonderen baulichen Gegebenheiten installiert werden.
      • Schnelltests auf Infektionen mit SARS-CoV-2 sollen 2-3 Mal wöchentlich für Schüler:innen und Lehrer:innen bereitgestellt werden, um die Gefahr der Eintragungen des Virus in die Schulen zu minimieren.
      • Alle Lehrerzimmer und Unterrichtsräume müssen zu belüften sein.
      • Bei Wechselunterricht oder Präsenzunterricht muss der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden können, in Klassenräumen, Kantine und Lehrerzimmern.
      • Verbindlich geregelte Pausen zum Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung, wie es in Betrieben organisiert ist.
      • Bereitstellung geeigneter Atemschutzmasken für Lehrkräfte  in ausreichender Zahl.
      • Die Sanitäranlagen sollen mit ausreichend Seife und Desinfektionsmitteln ausgestattet und in einen hygienisch einwandfreien Zustand versetzt werden. 
      • Aufstockung des Reinigungspersonals.
      • Die Entzerrung des Transportes in Schulbussen und im öffentlichen Personennahverkehr unter Hygienegesichtspunkten.
      • Lehrkräfte als Hygienebeauftragte an jeder Schule.
      • Strukturierte Ausbruchsanalysen bei Infektionsfällen in der Schule durch das Gesundheitsamt sind verpflichtend, genau wie die transparente Kommunikation darüber. 

                              Beitragsbild: Hamburg Demo 20. Juni 2020 (eigenes Foto)

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