ACHTUNG: Wetter während der Demo laut wetteronline.de: -7 C°, leichter Schneefall; gefühlte Temperatur: -15 C° (Grund: Wind um 30 km/h mit Böen bis 55km/h,  Windstärke 7). –> Zieht Euch warm an!!!


Wann: Sonntag, 7.2.2021 11:00 Uhr
Wo: vor dem Bundeskanzleramt (Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin)

PDF Aufruf DEMO für Kinderrechte: Rückkehr in Schulen und Kitas mit Infektionsschutz und -monitoring sichern – jetzt!


Nein, liebe Bundes- und Landesregierungen, Kinder und ihre Eltern haben keine Geduld mehr! Deswegen rufen wir anlässlich der bevorstehenden Ministerpräsidentenkonferenz zur Demonstration auf. Der als verlängerte Weihnachtsferien zum Schutz von Großeltern getarnte Schul- und Kita-Lockdown geht in die neunte Woche. Was von einem Kinderleben übrig bleibt, hat man abgeriegelt: Kein Gruppensport im Freien – obwohl das Infektionsrisiko draußen um das 20fache verringert ist – , kein Treffen mit anderen Familien im Park oder auf dem Spielplatz, sowie kein Besuch mit Geschwistern bei Oma und Opa.

Flyer Demo für Kinderrechte 07.02.2021

Die Folgen für Psyche und Chancen der Kinder nimmt man schulterzuckend als vermeintlich unvermeidlichen Kollateralschaden in Kauf und bittet Familien lapidar um Geduld. In Frankreich allerdings wird das als immenses Problem für die öffentliche Gesundheit wahrgenommen. Zu Recht: Familien brechen unter der Dreifach-Last von Arbeit, Betreuung und Homeschooling zusammen. Auf adäquate Unterstützung für Kinder, deren Eltern dafür nicht die Zeit oder Mittel haben, warten wir vergeblich. Bildungsexpert*innen, Kinderärzt*innen und Psycholog*innen schlagen wegen der zu erwartenden langfristigen Schäden Alarm. 

Der Wirtschaft mutet man Homeoffice nur zu, wenn es mit der beruflichen Tätigkeit vereinbar ist. Kindern verlangt man Homeschooling auch dann ab, wenn sie dabei keine Chance auf Lernfortschritte haben. Aber diese Chance brauchen Kinder. Besser als ein englischer Regierungsberater kann man es nicht ausdrücken: „When we close schools we close their lives.“

Zahlreiche Studien zeigen, dass auch bei hoher Verbreitung von Sars-COV2, wie etwa im November in Berlin oder Zürich, weder Kitas noch Schulen das Infektionsgeschehen nennenswert verstärkt haben. Der bloße Verdacht, dass sich dies aufgrund möglicherweise kursierender neuer Virus-Varianten anders darstellen könnte, rechtfertigt keinen totalen Lockdown von Kinderrechten

Was wir brauchen sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen und Kitas mit umfassenden Schnelltestprogrammen, Kohortierung, versetztem Unterrichtsbeginn und Luftfiltern sowie Kontaktnachverfolgung und Sequenzierung der PCR-Tests, um die mögliche Ausbreitung neuer Virusvarianten zu überwachen. Was wir brauchen sind Ressourcen, damit Kinder das versäumte Lernen nachholen können. Wir fordern die sofortige Öffnung von Kitas und Grundschulen, die Öffnung von weiterführenden Schulen, wo notwendig im Wechselmodell, ein evidenzbasiertes Vorgehen statt pauschaler Schließungen.  

Ein Ende der Kontaktverbote für Kinder und Respekt für ihre Rechte, ihre körperliche und seelische Unversehrtheit – jetzt!

Seid mit dabei, um für Kinderrechte, das Recht auf Bildung und die gesellschaftliche Zukunft unseres Landes einzustehen! 

Für Rückfragen und Interviewanfragen:
E-Mail:
Milan Renner, Co-Sprecher Initiative Familien Berlin