Rückkehr in Schulen und KiTas für alle Kinder und Jugendlichen muss Vorrang vor allen anderen Öffnungen haben

Wann: Sonntag, 28.2.2021 11:00 Uhr
Wo: vor dem Roten Rathaus (Rathausstr. 15, 10178 Berlin)

Der Frühling hält Einzug und mit ihm Öffnungen. Dabei kann es nur eine Devise geben:  Kinder zuerst! Um dieser Forderung Ausdruck zu verleihen, rufen wir zur Demonstration am Sonntag, den 28. Februar, um 11 Uhr vor dem Roten Rathaus auf. Denn das ist essentiell für das Wohlergehen unserer Kinder und die Zukunft unseres Landes.

Man stellt seit Wochen die psychische Gesundheit, körperliche Fitness und Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen zur Disposition. Seit dem 22.02. gibt es lediglich Wechselunterricht für die ersten 3 Jahrgänge. Die KiTas sind immer noch in der Notbetreuung, die gerade mal von 50 auf 60% der Normalkapazität angehoben wurde. Für alle anderen Kinder gibt es keine Öffnungsperspektiven, kein Sport, nicht einmal im Freien, keinen Kontakt zu Freunden. Bereits jetzt sind die negativen Folgen für die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, ihre körperliche Fitness und ihre Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten evident. Nicht umsonst schlagen Kinder- und Jugendpsychiater*innen, Psycholog*innen und Kinderärzt*innen Alarm. Diese Lasten bürdet man den Kindern und Jugendlichen mit einer bestenfalls ungewissen Schutzwirkung fremdnützig auf. Die vom Berliner Senat in Auftrag gegebenen Schul- und KiTa-Studien haben auch auf dem Höhepunkt der Winterwelle nur wenig Übertragungen in den Einrichtungen nachgewiesen. Das Ergebnis deckt sich mit Studien aus Frankfurt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Zürich, um nur ein paar wenige zu nennen. Der Schutz öffentlicher Gesundheit und unsere gemeinsame Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen gebietet es, Schulen und KiTas jetzt wieder zu öffnen, Sport und Kontakte zu ermöglichen. Schutzkonzepte gibt es, sie waren vor der Schließung im Einsatz und sie haben funktioniert.

Viele europäische Länder, etwa Frankreich, Spanien, die Schweiz und Belgien, haben erneute Schulschließungen wegen der verheerenden Folgen aus dem Frühjahr vermieden. Österreich hat einhergehend mit den Schnelltests die Schulöffnungen schon vollzogen. Großbritannien öffnet Schulen vor allen anderen Dingen. Politikerinnen und Politiker haben es uns auch hier immer versprochen: Schulen und KiTas haben Priorität. Bevor Restaurants, Einzelhandel und Kultureinrichtungen öffnen, müssen ALLE Kinder und ALLE Jugendlichen unter altersgerechten Bedingungen und effektiven Hygienekonzepten und in Vollzeit zurück in die KiTas und Schulen. Wir möchten unsere Politiker*innen auf dieses Versprechen noch einmal ausdrücklich hinweisen. Dieses Versprechen wurde mit der Öffnung der ersten Klassenstufen und der marginalen Erweiterung der Notbetreuung in den KiTas nicht eingehalten.

Ein Ende der Kontaktverbote für Kinder und Jugendliche und Respekt für ihre Rechte, ihre körperliche und seelische Unversehrtheit – jetzt! #kidsfirst

Seid mit dabei, um für Kinderrechte, das Recht auf Bildung und die gesellschaftliche Zukunft unseres Landes einzustehen!

Milan Renner, Daniela Raabe, Andrea Martin, Ulrike Abromeit
für Initiative Familien Berlin

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Milan Renner, Co-Sprecher Initiative Familien Berlin