Kultusministerin Eisenmann macht den Vorstoß zum 08.03.2021 die Grundschulen weiter zu öffnen und die Schüler:innen ab Klasse 5 zumindestens teilweise im Wechselunterricht zurück in die Schulen zu holen. Initiative Familien hatte sich bereits am  17.02.2021 mit einem Schreiben an die Kultusministerin gewandt, mit Vorschlägen zu einer konkreten Öffnungsperspektive für Kinder und Jugendliche im Land.

“Die bereits bekannten Infektionsschutzmaßnahmen, die regelmäßigen  Schnelltests und die beginnenden Impfungen für pädagogisches Personal erlauben unbedingt eine zeitnahes, umfängliches Präsenzangebot für alle Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg” sagt Zarah Abendschön-Sawall, Vorstandsmitglied von Initiative Familien. “Kinder und Jugendliche leiden schon viel zu lange unter der sozialen Isolation und den Herausforderungen des Fernlernens. Bildungslücken vergrößern sich, die psychische Belastung ist erhöht und Kinder aus Familien mit weniger Ressourcen verlieren von Tag zu Tag.”

Wenn es Handlungsspielraum bei der Öffnung durch den Einsatz von Schnelltests gibt, wie es der in der Presse kommunizierte Stufenplan von Ministerpräsident Kretschmann verlauten lässt, muss dieser vorrangig für die Kinder und Jugendlichen im Land genutzt werden. Nur so kann die Politik ihr Versprechen, dass Bildung Priorität hat, auch einlösen. „Wenn die weiterführenden Schulen am 8. März wieder teilweise für Präsenz öffnen würden, wären die Schüler:innen bis dahin ein Vierteljahr im „Homeschooling“ gewesen. Mehr ist den Kindern, Jugendlichen und Familien nicht zumutbar.“

Nun ist zudem relevant, dass nicht nur Bildungslücken kindgerecht aufgeholt werden, auch sollten Schulen unbedingt darauf achten, dass die Kinder emotional unterstützt werden. “Das hat aus unserer Sicht absoluten Vorrang vor Klausuren und Noten” betont Zarah Abendschön-Sawall.

Initiative Familien fordert darüber hinaus: Auch wenn nun das Präsenzangebot beginnt, muss für Kinder und Familien, die aufgrund eines erhöhten Risikos weiter im Fernlernen verbleiben weiterhin ein kindgerechtes und pädagogisch hochwertiges Bildungsangebot zur Verfügung stehen.

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