Gekommen, um zu bleiben: Die Initiativen “Familien in der Krise” und “Kinder brauchen Kinder” bündeln ihre Kräfte und gründen gemeinsam den bundesweiten Verein “Initiative Familien”. Denn klar ist: Kinder, Jugendliche und Familien brauchen auch noch weit über die Pandemie hinaus eine starke Stimme. Weil Kinder unsere Zukunft sind.

13,5 Millionen Kinder und Jugendliche, 11,5 Millionen Familien: Sie alle sind Teil vieler struktureller Benachteiligungen, die bereits weit vor Corona begonnen haben und auch mit Ende der Krise nicht vorüber sind. “Wir möchten als Verein immer wieder auf die verschiedenen Formen von Familien in Deutschland aufmerksam machen und dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche eben nicht nur als Anhängsel ihrer Eltern wahrgenommen werden, sondern als eigenständige Menschen mit starken Rechten”, erklärt Sabine Kohwagner von “Initiative Familien”. Ihre Vorstandskollegin Diane Siegloch fügt hinzu: “Familien haben einfach keine Lobby, das wird auch bei den aktuellen Entscheidungen mehr als deutlich. Wir von “Initiative Familien” geben Kindern, Jugendlichen und Familien eine Stimme, damit ihre Rechte und Bedürfnisse bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden.”

Gründung in der größten Not

Die beiden Initiativen „Familien in der Krise“ und „Kinder brauchen Kinder“ hatten sich zu Beginn der Corona-Pandemie gebildet, als nur allzu deutlich wurde, dass Kinder, Jugendliche und Familien in den Plänen der politischen Verantwortlichen weit hinten anstehen. “Wir haben im Frühjahr 2020 begonnen, unsere Wut und Enttäuschung über die Benachteiligung von Kindern und Familien in ehrenamtliches Engagement zu übersetzen”, erklärt Diane Siegloch, die auch “Familien in der Krise” mitinitiiert hatte. “Kinder und Jugendliche werden in der Pandemie am meisten eingeschränkt, mit erheblichen Folgen für ihre Entwicklung, ihre psychische Gesundheit und ihre Bildung.”

Im Herbst hatten die beiden Initiativen beschlossen, ihre Kräfte in einem offiziellen Verein zu bündeln. „Dass die Gründung ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt stattfindet, wenn Kindern und Jugendlichen wieder seit Monaten die soziale Teilhabe verwehrt wird und KiTa und Schulöffnungen entgegen aller Versprechen immer weiter nach hinten priorisiert werden, ist an Ironie kaum zu überbieten”, so Sabine Kohwagner, die mit der Initiative „Kinder brauchen Kinder“ schon im letzten Frühjahr eine innerhalb kürzester Zeit von über 85.000 Unterstützer:innen gezeichnete Petition zur verantwortungsvollen Öffnung von Kitas und Schulen gestartet hatte.

250 aktive Mitglieder und tausende Stunden ehrenamtliches Engagement

“Es ist unglaublich, was wir in so kurzer Zeit ehrenamtlich bereits auf die Beine gestellt haben”, freut sich Diane Siegloch. “Und es kommen immer mehr Eltern dazu, die etwas zum Besseren verändern wollen.” Für die “Initiative Familien” ist klar, dass die Themen Bildung, Kinderrechte und Vereinbarkeit von Familie und Beruf langfristig einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft brauchen. Dass in diesen Themenfeldern Wertschätzung sowie finanzielle Mittel fehlen und über viele Jahre die politische Priorität woanders lag, hat sich in der Krise verschärfend ausgewirkt. “Um hier langfristig eine positive Entwicklung mitzugestalten, wollen wir künftig als offizieller Verein Kindern, Jugendlichen und Familien eine Stimme geben”, fasst Diane Siegloch die Mission von “Initiative Familien” zusammen.

Aktuell zählt der Verein in Gründung bundesweit[1] rund 250 aktive Mitglieder sowie tausende Unterstützer:innen in den sozialen Medien und im Netzwerk des Vereins. Zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern zählen unter anderem Pädagog:innen, Ärzt:innen, Psycholog:innen, Wissenschaftler:innen verschiedenster Fachrichtungen (darunter auch Virolog:innen) ebenso wie IT-Spezialist:innen, Designer:innen oder Marketingfachleute.

Über uns
„Familien in der Krise“ und „​Kinder brauchen Kinder“ sind zwei bundesweit aktive Initiativen, die sich im Zuge der Corona-Krise gegründet haben und gemeinsam den Verein „Initiative Familien“ gründen. Unser Ziel ist es, langfristig auf die ​Bedürfnisse von K​indern, J​ugendlichen und Familien aufmerksam zu machen und sie ins Z​entrum politischer Entscheidungen zu rücken. Wir haben bereits z​ahlreiche Gespräche mit ​führenden Politiker:innen aus Bundes- und Landespolitik geführt sowie ein umfassendes Medienecho auf unsere Aktionen erzeugt.


[1] Aktuell gibt es aktive Landesgruppen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen/Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein.